:: Wienstrom – Abrechnung ::

Wie bereits berichtet, bin ich aus meiner kleinen Wohnung in Ottakring ausgezogen. Die Probleme mit der Hausverwaltung sind auch erledigt. Aber es haben sich natürlich „neue Freunde“ in dieser Angelegenheit gefunden. Wie der Titel schon sagt, Wienstrom. Aber alles der Reihe nach:

Am 28.6 (Montag) findet die Rückgabe der Wohnung an die Hausverwaltung statt. Also sollte ich noch schnell Strom und Gas abmelden, denn danach gehts wieder in die Arbeit nach Kroatien. Also am Sonntag davor, schon etwas erschöpft vom ausräumen der Wohnung, noch schnell den Computer aufgedreht und auf der Homepage von WienEnergie den Punkt „Abmelden“ gesucht.

Ein 9-seitiges Formular begrüsst mich. Da muß ich wohl durch. Also schön brav alles eingetippt, Zählerstände, Kundennummer, Adresse alt und neu, etc. Formular absenden. Bestätigung am Bildschirm: „Folgende Eingaben wurden übermittelt und die Endabrechnung wird ihnen zugesandt“ (sinngemäß). Seite drucken – man weiß ja nie was passiert. Damit ist für mich die Sache eigentlich erledigt.

Im Sommer kommt eine Wienstrom-Rechnung. Wie ich erst später feststelle, handelt es sich dabei aber um die Jahresabrechnung. Für mich war die Sache also erledigt. Wenn da nicht ….

Wenn da nicht der Kontoauszug mit einer Abbuchung von Wienstrom auffallen würde. Im August eine Abbuchung von Wienstrom? Der Sache muß ich nachgehen. Also mal anrufen bei den lieben Stromlieferanten. (Ca.) 8.Sept., Anruf bei der Hotline für Rechnungsfragen. Erstaunlich schnell (ca. 5 Minuten) hebt mir jemand ab. Die mir übersandte Rechnung war die Jahresabrechnung, nicht die Endabrechnung. Und die Abbuchung vom Konto ist nur die monatliche Grundgebühr, weil die Jahresabrechnung mit April endet. Laut Computer liegt keine Abmeldung vor, die Anlage ist noch in Betrieb. Außerdem ist eine Abmeldung über Internet nicht möglich. Ich würd ja nur zu gerne wissen, wie der einfache Kunde da drauf kommen soll, denn das ist nirgends im Formular erkenntlich.
Aber vor ca. 2 Wochen hat eine Dame für mich angerufen – häää?? für mich ruft niemand an, ich erledige doch sonst alles selbst. Äuß erst fragwürdig, aber schön das bei Wienstrom alles im Computer auftaucht. Dieser Angelegenheit muß auch noch nachgegangen werden – später. Die Stimme am Telefon fragt, ob ich den nun abdrehen lassen möchte? Klar, dreht den Saft ab, ich hab schließlich kein Interesse daran das jemand (auf meine Kosten) in der Wohnung ein schönes Leben hat. Also denke ich wieder (oje, ich lerne wohl nie dazu) daß die Sache endlich erledigt ist.

Ende Oktober trudelt nun wirklich die Endabrechnung per Post ein (man merkt schon, die sind auch von der ganz schnellen Truppe). Ich soll noch einen Betrag von ca. 30€ zahlen. Laut Beiblatt wurden seit der Jahresabrechnung ca. 125kWh und 5m³ verbraucht. Abzüglich meiner Guthaben also ca. 30€ offen. Komisch nur, daß die Zählerstände mit den von mir angegeben (genau dafür hab ich zum Glück einen Ausdruck gemacht von der Abmeldung) nicht zusammenpassen. Ich hab ca. 2kWh und 0,3m³ verbraucht. Die Differenz wird wohl der Nachmieter „verbraten“ haben. Na gut, ich schreib mal schnell ein Fax, in dem ich die Tatsachen darlege und – nur aus Neugier – gleich eine Neuberechnung über den tatsächlich von mir zu zahlenden Betrag hinzufüge (soweit das bei den ach-so-einfachen Rechnungen von denen möglich ist). Siehe da, laut Endabrechnung mit meinen Zählerwerten erhalte ich eine Gutschrift von ca. 15€. Hierbei ist aber noch nicht berücksichtigt, daß mir die Grundgebühr auch zu lange abgebucht wurde, das dürften nochmals etwa 30€ sein (ich prüf das noch genauer, keine Sorge). Also geht es um einen Streitwert von ca. 75€, dafür kann man im Erfolgsfalle schon mal sehr gut essen gehen 😉

Am 28.10 geht also das Fax an Wienstrom. Damit kann erst mal das Wochenende beginnen.
Am 5.11., also eine Woche danach, bin ich um nichts klüger. Liegt wohl daran, daß niemand sich bei mir meldet. Also Griff zum Telefon, Hotline anrufen. Nach kurzer Wartezeit (diesmal fast eine halbe Stunde, pfui) erklärt mir die Dame daß die Abmeldung ja erst am 8.(?)Oktober erfolgt sei – per Telefonat von mir. Ich frag mich ja ernsthaft, ob ich einfach per Telefon kündigen kann, wenn ja melde ich wohl mal aus Spaß alle Nachbarn bei denen ab. Ok, Spaß beiseite. Die Endabrechnung ist also völlig korrekt. Ich erklär der netten Dame die Geschichte nochmals ausführlich, aber sie kann im Computer keine Abmeldung finden.
Und jetzt kommt der (erste) Hammer der Geschichte:
Ich soll mich doch mit dem Nachmieter in Verbindung setzen und von diesem die Differenz holen. Dann wäre die Sache ja erledigt. Also wirklich, eine solche Frechheit hab ich ja schon lang nicht mehr erlebt. Ich frag vorsichtshalber noch nach, ob das der Weisheit letzter Schluß sei, daß ich mich jetzt mit dem Nachmieter auseinander setzen soll. Ob Wienstrom wirklich die Probleme auf die Kunden abwälzen möchte? Scheinbar ist die Dame nun etwas verunsichert (dabei bin ich den Umständen entsprechend noch wirklich freundlich geblieben!), ob ich den den von mir mehrfach erwähnten Ausdruck der Abmeldebestätigung faxen kann. Darauf von mir – schon leicht säuerlich der Hinweis, daß ich das bereits vor einer Woche gemacht habe. Ach so, ähh, hmm, also … Kurz und gut, die bei der schriftlichen Abteilung sind etwas im Rückstand, aber Anfang nächster Woche sollte sich jemand bei mir melden. Ich soll doch solange warten, vielleicht können die das klären. Eins ist klar, die schriftliche Abteilung ist nicht telefonisch erreichbar. Vorerst gebe ich mich damit aber zufrieden. Ich melde mich spätestens am 12. Nov. wieder.

Wir werden also sehen, wie Wienstrom weiterhin agiert. Sollte mir die Rechnung am 16.11. tatsächlich abgebucht werden, lasse ich den Rechnungsbetrag auf jeden Fall rückbuchen. Ich trau mich ja wetten, daß ich da innerhalb kürzester Zeit verständigt werde, daß ich die Rechnung noch nicht bezahlt habe 😉

Der 16.11. ist verstrichen, Betrag wurde abgebucht und keiner hat sich gemeldet. Und schlimmerweise kann man den Betrag nicht Rückbuchen lassen, vielleicht sollte man doch genau lesen was man da unterschreibt…. Zumindest die weiteren Zugriffe auf mein Konto hab ich mal sperren lassen. In Zukunft wird bei etwaigen Kündigungen auf jeden Fall gleich die Einzugsberechtigung aufgehoben.

17.11. wieder ein Telefonat mit der Hotline. Diesmal eine wirklich nette und verständnissvolle Dame am Apparat. Nach etwa 5 Minuten meint sie, ich soll ich meine Kündigungsbetästigung noch mal faxen, auf eine „Privatnummer“ (dürfte mehr so Ihre Firmeninterne Faxnummer gewesen sein). Na gut, mal schauen was sich da tut.

18.11. Ein Anruf – ohne Nummer – auf meinem Handy. Am anderen Ende? Wienstrom. Man hat meinen Einspruch erhalten und führe eine Rechnungskorrektur durch mit Datum 28.6.04. Na da schau ich aber, auf einmal gehts ja doch? In ca. 3-4 Wochen sollte die neue Endabrechnung kommen. Na ich bin ja gespannt, ob das funktioniert mit der Gutschrift oder ob ich da nochmal streiten muß

 Ende Jänner (!) noch immer nichts gehört oder gelesen von Wienstrom. Na hätte mich auch gewundert bei dem Verein….. Also wieder mal zum Telefon gegriffen und der nächsten netten Dame die Lage geschildert. „Ja, da haben wir etwas, aber warum das noch nicht bearbeitet ist weiß ich nicht“ – ich auch nicht. Aber sie verspricht, es mit „hoher Priorität“ zu versehen.

Und wirklich, nur ein paar Tage später erhalte ich die neue Endabrechnung. Ich kanns nicht glauben, stimmt sogar vom Betrag her fast mit meiner Schätzung überein. Aber eins fehlt noch: die 12€, die im Oktober abgebucht wurden, sind in der Abrechnung irgendwie nicht berücksichtigt. Aber das werden wir auch noch hinbekommen.

Hier meine Kostenschätzung – also wirklich, die bei Wienstrom wissen wie man versuchen kann den Kunden zu verwirren.

Wienstrom_Rechnung

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